Über 35 Jahre nach der Wiedervereinigung ist die Unterscheidung zwischen Ost und West in Deutschland weiterhin wirksam. Das Raumkonstrukt Osten bleibt Gegenstand vielfältiger gesellschaftlicher Aushandlungsprozesse und wird in Abhängigkeit vom Westen unterschiedlich wahrgenommen und bewertet. Während bisherige Forschung vor allem Generationen betrachtete, die in Ostdeutschland sozialisiert wurden, richtet die vorliegende Arbeit den Fokus auf Angehörige der Postwende-Generation, die in den alten Bundesländern geboren und aufgewachsen sind, heute jedoch in den neuen Bundesländern leben. Ziel ist es, die Wahrnehmung und Reproduktion des Raumkonstrukts Osten – und im Rückbezug auch des Westens – durch diese Gruppe zu untersuchen und die zugrunde liegenden Mechanismen zu analysieren.
Wahrnehmung und Reproduktion des „Ostens“ in der im „Westen“ geborenen Post-Wende-Generation - Unter der Berücksichtigung des Einflusses von Identität und Othering | Potsdamer Geographische Praxis 21
Lynn Viviane Hoffmann
Universitätsverlag Potsdam | 95 Seiten | Erscheinungsjahr 2026
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