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Die Universitätsbibliothek prüft Bände auf Arsenbelastung

Bereits seit längerer Zeit beschäftigen sich Museen mit der Problematik schadstoffbelasteter Kulturgüter, inzwischen rückt dieses Thema im Zusammenhang mit möglichen Arsenbelastungen auch in Bibliotheken stärker in den Vordergrund.

Bei der Produktion von Büchern und Zeitschriften sind, vor allem im 19. Jahrhundert, mitunter Arsenverbindungen zum Einsatz gekommen. Daher werden derzeit in der Universitätsbibliothek Bände aus den Jahren 1775 bis 1931 systematisch auf eine mögliche Arsenbelastung überprüft und im Verdachtsfall separiert. Vorab wurden in Zusammenarbeit mit dem Sicherheitswesen und dem Betriebsarzt der Universität eine Gefährdungsbeurteilung und eine Betriebsanweisung zum Umgang mit potenziell arsenhaltigen Bänden erstellt. Entsprechende Bände stehen nicht für eine Ausgabe zur Nutzung vor Ort zur Verfügung.

Die Prüfarbeiten werden einige Zeit dauern, wir bitten um Verständnis für Nutzungseinschränkungen.

Bei bloßem Aufenthalt in den Bibliotheksräumen ist der Kontakt mit arsenhaltigem Staub sehr unwahrscheinlich. Eine gesundheitliche Gefährdung ist nach aktuellem Kenntnisstand ebenfalls unwahrscheinlich, kann aber nicht gänzlich ausgeschlossen werden, z. B. wenn bei der Nutzung belasteter Bände die Finger zum Umblättern mit der Zunge angefeuchtet werden.

Bei Fragen schreiben Sie uns bitte.

Weiterführende Informationen für Interessierte:

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