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Judaica-Portal Berlin-Brandenburg geht online – Bibliotheken, Museen und Archive digital durchsuchen

Aus der Judaica-Sammlung der Universitätsbibliothek. Foto: Karla Fritze

Aus der Judaica-Sammlung der Universitätsbibliothek. Foto: Karla Fritze

Am 20. Juni ist das Judaica-Portal Berlin-Brandenburg online gegangen. Zum Start werden die Katalogdaten der beteiligten Bibliotheken sowie die Fachdatenbank RAMBI – The Index of Articles on Jewish Studies der Israelischen Nationalbibliothek mit über 350.000 nachgewiesenen Fachartikeln zugänglich sein. Die Einbindung der Digitalen Sammlungen Judaica der UB Frankfurt am Main ist in Vorbereitung und wird in Kürze freigeschaltet. Sie stellt unter anderem den Nachweis von über 80.000 Artikeln aus deutsch-jüdischen Zeitschriften aus dem Fachportal Compact-Memory und etwa 15.000 Titeln aus der Freimann-Sammlung samt link zu den Digitalisaten zur Verfügung. Das Portal bietet mit der vereinfachten Suche, einer virtuellen hebräischen Tastatur und der Darstellung von Titeln in Originalschrift viele Funktionen, die die gezielte Recherche erleichtern. 

Das Portal Berlin-Brandenburg nutzt die Technologie des Discovery Systems ALBERT, das vom Kooperativen Bibliotheksverbund Berlin-Brandenburg (KOBV) entwickelt wurde. ALBERT ermöglicht nicht nur die Einbindung von Katalogdaten von Bibliotheken, Museen und Archiven, sondern auch von Daten aus Publikationsservern, Digitalisierungsportalen, Zeitschriftendatenbanken, Fachkatalogen, Forschungsdaten und Volltexten. 

Das Judaica-Portal Berlin-Brandenburg ist ein Kooperationsprojekt des Kooperativen Bibliotheksverbund Berlin-Brandenburg (KOBV) und des Zentrum Jüdische Studien Berlin-Brandenburg (ZJS) in Zusammenarbeit mit den Berlin-Brandenburger Bibliotheken mit Judaica-Beständen: Die Universitätsbibliotheken der Universität Potsdam, der Freien Universität und der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder), der Bibliothek des Zentrums für Antisemitismusforschung an der Technischen Universität Berlin, der Bibliothek des Abraham Geiger Kollegs, der Bibliothek des Moses Mendelssohn Zentrums für europäisch-jüdische Studien, der Bibliothek des Jüdischen Museums Berlin und der Staatsbibliothek zu Berlin.

Gegenwärtig befindet sich das Portal noch im Aufbau und ermöglicht die Suche nach Fachliteratur in den genannten Berlin-Brandenburger Bibliotheken. Die Bestände der Fachbibliotheken sind nahezu vollständig im Portal nachgewiesen, von den Universitätsbibliotheken und der Staatsbibliothek wird nur derjenige Teil im Portal angezeigt, der in deren Gesamtkatalog als Judaica ausgezeichnet wurde. Die Einbindung des Fachkatalogs RAMBI erlaubt darüber hinaus die Suche nach einzelnen Artikeln. 

In den nächsten Jahren wird das Portal kontinuierlich ausgebaut. Geplant ist, vierteljährlich eine neue Version mit weiteren Datenquellen und gegebenenfalls auch Funktionalitäten zu veröffentlichen. Für die nächste Version ist vorgesehen, die Artikelsuche besser in den Bestand der Bibliotheken und online-Datenquellen zu integrieren. Technisch wird das Portal um eine Dublettensuche erweitert, was den Umzug des Portals auf ein größeres technisches System beim KOBV zur Voraussetzung hat.

Zu erreichen ist das Portal über die Adresse judaica.kobv.de sowie über die Verlinkungen bei den beteiligten Kooperationspartnern.

Text: Andreas Kennecke
Online gestellt: Agnetha Lang
Kontakt zur Online-Redaktion: onlineredaktion@uni-potsdam.nomorespam.de